Sardinien und Korsika

302. Sardinien und Korsika – Inseln der Kontraste
28.04. - 02.06.2012 - 35 Tage Fahrtleiter: Oswald & Jutta Selke
Nachtfähre von Livorno nach Olbia Tagesfähre von Santa Teresa di Gallura (Sardinien) nach Bonifacio (Korsika) Tagesfähre von Bastia nach Livorno
Buon giorno und Bonjour! Erleben Sie eine Mittelmeerkombination der Kontraste! Einem riesigen Fußabdruck gleicht Sardinien, die Insel im Herzen des Mittelmeeres mit ihren kleinen Buchten, weißen Sandstränden, bizarr geformten Granitfelsen und die typische Vegetation des Mittelmeerraumes, die im Frühjahr blühende, duftende Macchia. Lassen sich von der Insellandschaft einnehmen, deren herbe Schönheit sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließt. In einer knappen Stunde erreichen wir per Schiff Bonifacio, an der Südspitze Korsikas. Von dort geht es direkt weiter ins Inselinnere. Die alpin anmutende Insel Korsika ist ein Eldorado für Wanderer. Herrliche Wälder mit Birken, Buchen, Ahornbäumen, Eichen und Nadelhölzern bedecken große Flächen. Sie lernen kleine Bergdörfer mit traditionell aus Granit erbauten Häusern kennen.



Reiseprogramm
1. Tag Samstag, 28.04.2012
Individuelle Anreise nach Bozen
Anreise bis 16.00 Uhr zum Camping Moosbauer, Begrüßung und Einweisung, Abendessen Leistung: Campingplatz, Abendessen
2. Tag Sonntag, 29.04.2012
Fährhafen Livorno nach Olbia
Auf der Autobahn über Verona nach Livorno. Sabbioneta beeindruckt mit ihrer großen Ziegel-Stadtmauer. Hinter Parma führt die Autobahn durch eine liebliche Landschaft mit sanften Hügeln von großen Getreidefeldern bedeckt. Wir fahren an der Teigwarenfabrik Barilla vorbei und sehen im Geiste ein großes, köstliches Spaghettigericht vor uns. Die Autobahn führt über tiefe Schluchten, an kleinen, romantischen fast verfallenen Dörfern vorbei mit imposanten Kirchtürmen, vielen Tunnels und in der Ferne schneebedeckte Gipfel. Wir sehen die weißen Marmorbrüche von Carrara. Links und rechts der Autobahn riesige marmorbedeckte Flächen bei den verarbeitenden Betrieben. In Livorno am Fährhafen stellen wir uns auf, um gemeinsam einzuschiffen. Abfahrt der Nachtfähre gegen 23:00 Uhr Leistung: Fähre
3. Tag Montag, 30.04.2012 Begrüßung durch Traditionen und Kulturen. Der Naturhafen Olbia an der Nordostküste Sardiniens diente bereits im Altertum den Inselbewohnern als Tor zum Meer. Vor der wellengeschützten Hafeneinfahrt im Golf von Olbia erhebt sich zur Linken die grandiose „Isola Tavolara“. Seit Jahrtausenden begrüßt sie mit ihren 600 Metern über dem Meer aufragenden Felswänden eindrucksvoll alle die übers Meer Kommenden, die eingeladenen und nicht eingeladenen Besucher. Bei der Ausschiffung um 08.00 Uhr werden wir von einer würzigen Luft empfangen, denn nicht umsonst nennt man Sardinien auch „die Insel der duftenden Steine“. Unser Caravan freut sich über die guten Straßen auf der Insel und wir genießen eine längere Panoramafahrt durch die Granitlandschaft in Richtung Süden auf der Panoramastrasse, vorbei an uralten Olivenhainen und an Weinstöcken mit Ursprung aus der Antike. In der „Jungsteinzeit“ gab es schon eine gleiche Flora und auch Fauna. Die damaligen Einwohner bauten Feuersteine ab und betrieben damit einen europaweiten und segensreichen Tauschhandel. Es entstand eine Hochkultur, deren Blüte sich von der Steinzeit über Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit fortsetzte. Sardinien wurde steinreich durch Feuersteine in der „Jungsteinzeit“. Über das Städtchen Orosei und Dorgali erreichen wir auf unserer Fahrt nach der Durchfahrt des Felsentunnels, den kleinen Touristenort Cala Gonone am Golf von Orosei. Bei einem kleinen Camperstopp nach dem Tunnel machen wir die ersten Erinnerungsfotos und begrüßen unten am Meer Cala Gonone, die Attraktion dieser Region Sardiniens. Nicht nur der Panoramablick über das Meer, sondern die hier im Kreidefelsen versteckte Grotte beschert dem Seebad viele Neugierige das ganze Jahr über. Unser Ziel liegt direkt am sardischen Meer. Leistung: Campingplatz
4. Tag Dienstag, 01.05.2012
„Cala Gonone“, Wandern und Baden an der Ostküste Über das Städtchen „Dorgali“ haben wir bei unserer Anreise den kleinen Touristenort „Cala Gonone“ am Golf von „Orosei“ erreicht. Nicht nur der Panoramablick über das Meer, sondern die hier im Kreidefelsen versteckte Grotte beschert dem Seebad viele Neugierige das ganze Jahr über. Nach kurzem Gehweg erreichen wir den Hafen wo schon der Skipper auf uns wartet. Nach kurzer Begrüßung beginnt unsere „Küstenwanderung“. Unser Fotocomputer freut sich über weiße Kalkfelsen, blühende Macchia und immer wieder mit Linse auf das herrliche tiefblaue Wasser des Mittelmeeres. Auf der Bootsfahrt erreichen wir eine der schönsten Buchten Sardiniens, die „Cala Luna“ Bucht mit ihren wilden Büschen von Oleander und Tamarisken. Nach einer Picknick- und Badepause werden wir von unserem Boot abgeholt, das uns wieder vorbei an den grandiosen Felswänden mit dem schäumenden Meer zur Grotte Blue Marino mit unvergesslichen Anblicken bringt. Sie ist mit eine schönsten natürlichen Grotten des Mittelmeeres. In den Felsen gegrabene natürliche Bögen, schillernde Farben und unglaubliche Lichtspiele erwarten den Besucher. Am Nachmittag sind wir wieder zurück in Cala Gonone und in unserer Cafebar wartet schon der Cappuccino auf uns. Leistung: Campingplatz, Ausflugsboot, Reiseführung, Eintritte, Trinkgeld
5. Tag Mittwoch, 02.05.2012
Heute haben wir Ruhetag. Ideal zum Einkaufen, Bummeln oder Eisessen im Hafen von Cala Gonone Leistung: Campingplatz,
6. Tag, Donnerstag. 03.05.2012 Nobelpreisträgerin, Padre Padrone und der Banditismus in Orgosolo
Nach einem frühen Frühstück freut sich unser Reisebus über die guten Straßen auf der Insel und wir genießen eine längere Panoramafahrt durch die Granit- und Kalklandschaft der Supramonte vorbei an uralten Olivenhainen und an einstöcken mit Ursprung aus der Antike. Wir fahren zuerst in die hochgelegene Provinzhauptstadt Nuoro, auch Hauptstadt der Barbagia genannt. Hier schlägt seit Jahrtausenden das richtige Herz Sardiniens. Die auf einem grünen Hügel am Stadtrand nach alten Überlieferungen errichtete Dorfarchitektur beherbergt das ethnografische Museum. Es bietet die wohl interessanteste volkskundliche Sammlung Sardiniens. In dieser Dorfgemeinschaft ist u.a. eine Brotausstellung untergebracht. Neben handgewebten Teppichen mit archaischen Mustern, mit vielen Schnitzereien verzierten alten Truhen und Stühlen sowie kunstvoll gearbeitetem Schmuck und Ornamenten sind Amulette zu bewundern. Höhepunkte stellen die von mehreren Familiengenerationen getragenen Trachten aus zahlreichen Ortschaften der Barbagia und umliegenden Regionen dar. Dem Besucher wird verdeutlicht, wie kunstvoll und aufwendig die oft sehr farbenfrohen Kleidungsstücke hergestellt worden sind. Unser Weg bringt uns zum Treffpunkt mit den weltberühmten „Pastori“, den sardischen Hirten, welche uns in die wilde und imposante Bergwelt Sardiniens auf nicht bezeichneten Trampelpfaden der hier seit Jahrtausenden frei lebenden Schafen und Ziegen entführen. Dabei erfahren wir vieles über den größten Naturpark Europas und das Alltagsleben der Hirten. Besonders bedeutend auch für die hungrigen Wanderer ist „Su Tuszolu“, die alljährliche Schafschur, in der das harte und entbehrungsreiche Leben der Hirten seinen Abschluss und Höhepunkt findet. Nach der überaus anstrengenden Arbeit des Scherens versammeln sich die Hirten und ihre Freunde unter freiem Himmel zu einem üppigen Festmahl, bei dem zum rubinroten Wein von „Porcheddu“ (Spanferkel) über „Pecorino“ (Schafskäse) bis „Pane Carasau“ (Fladenbrot) alles an herzhaften Köstlichkeiten auf den Tisch kommt, was die traditionelle Hirtenküche Sardiniens hervorbringt. Zum Abschluss des Festmahls gibt es zur Verdauung einen kräftigen Schluck „Filu e Ferru“, vom „Eisendraht“ genannten sardischen Grappino. Wohl bekommt`s. Danach erleben wir den wohl berühmtesten aller Orte Sardiniens: Orgosolo. Wir gehen durch den Ort!! Dieses sardische Dorf mit dem traurigen Weltruhm steht für den gesamten sozialkritischen Banditismus dieser Insel. Die charakteristischen Wandmalereien, die Murales, an den Häusern von Orgosolo erzählen uns sehr viel von dem erfahrenen Leid und der Armut unzähliger Generationen auf der vergessenen „Banditeninsel“ Sardinien, aber auch als Vergleich zu unserer Welt, in der wir leben. Der Rest des Tages steht uns für Shopping in Dorgali zur Verfügung. Leistung: Campingplatz, Busfahrt, Reiseführung, Hirtenessen, Eintritte, Trinkgeld.
7. Tag Freitag, 04. 05.2012
Heute haben wir Ruhetag. Leistung: Campingplatz.
8. Tag Samstag, 05.05.2012
Reisetag "Weinsummit am Abend" Leistung: Campingplatz, Weinsummit.
9. Tag Sonntag, 06.05.2012
Heute haben wir Ruhetag und genießen den Tag am Strand oder zum Einkauf, in der nicht weit entfernten Stadt. Leistung: Campingplatz.
10. Tag Montag, 07.05.2012
Busausflug zu einer Oliven-Ölmühle mit Vorführung und Erklärungen. Hier können einheimische Produkte probiert und gekauft werden. Ein kleines, mit großer Liebe erstelltes Ölmühlenmuseum ist zu bewundern. Anschließend besuchen wir ein Weingut mit Weinprobe und anschließend mit Mittagessen in Dolianova
Leistung: Campingplatz, Busfahrt, Reiseführung, Mittagessen, Eintritte, Trinkgeld
11. Tag Dienstag, 08. 05. 2012
Ruhetag Abends Sardisches Fischessen auf dem Campingplatz Leistung: Campingplatz, Sardisches Fischessen.
12. Tag Mittwoch, 09.05.2012
Reisetag CAGLIARI! in der längsbewohnte Stadt Europas seit der Antike
Der heutige Camper-Ausflug beginnt: Schon der Name des Golfes von Cagliari, "Golfo degli Angeli" (Engelsbucht) weist auf den Zauber dieser Küste hin. Vor den unzähligen Buchten und Stränden mit feinstem sauberem Sand reflektiert hier das Wasser in noch kräftigeren Farben und schenkt uns unvergesslich schöne Erinnerungen. Das besonders milde Klima ermöglicht Badevergnügen am stadteigenen Poettostrand bis in den späten November. Die Scharen der rosaroten Flamingos in der malerischen Lagune der Stadt stören dieses Badevergnügen seit je her nicht. All dieses ist ein Grund mit, warum Cagliari seit der Antike mit Leben erfüllt ist. Diese Stadt beansprucht für sich, die ununterbrochen am längsten bewohnte Stadt Europas zu sein. Unsere Camper stehen bereits auf dem Stadtstellplatz. Unter sachkundiger Führung unserer Reiseleitung –entdecken wir hier zu Fuß die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt, u.a. das historische Zentrum mit der Kathedrale, das römische Amphitheater, die Stadtmauer mit den Pisanischen Türmen, die Kirche von San Saturno und die Paläste. Danach bietet sich die palmenbestandene Via Roma an, unter deren Arkaden man im Sommer Schatten und Meeresbrise sucht. Die Straßencafés, Bars, Konditoreien, Geschäfte und Boutiquen sind einer der klassischen Treffpunkte der Cagliaritaner. Das Dorf Villanovaforru mit der aus dem 17 Jh. stammenden S. Francesco Pfarrkirche, die engen Gassen mit den Spuren der Eselkarren an den Häuserwänden und das hochinteressante archäologische Museum werden uns wenig Zeit lassen für den Pecorino Sardo und den Cannonau di Sardegna. Die Insel wird häufig auch als „Weinberg im Meer“ bezeichnet. Leistung: Stellplatz, Reiseführung, kleines Abendessen, Eintritte, Trinkgeld.
13. Tag Donnerstag, 10. 05. 2012
Feuersteine, steinreich durch die „Jungsteinzeit“
Unser erster Tagesausflug mit dem Bus führt uns heute nach dem Frühstück in die seltsamen kreisrunden Berge der Marmilla vor unserem Hotel. Der Name verheißt Fruchtbarkeit für ein Gebiet welches Milch und Brot liefert. In der „Jungsteinzeit“ gab es eine ähnliche Flora und auch Fauna auf Sardinien wie heute. Die damaligen Einwohner bauten hier in der Nähe Feuersteine ab und betrieben damit einen europaweiten und segensreichen Tauschhandel. Es entstand eine Hochkultur, deren Blüte sich von der Steinzeit über Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit fortsetzte. Die antiken Völker Sardiniens fanden hier in der Marmilla für die damalige Zeit eines der höchsten Kulturentfaltungen ein besonders geeignetes Milieu. Die sehr gut erhaltenen Großbauten wie der Brunnentempel Santa Vittoria von Serri und die Nuraghenanlage „Su Nuraxi Nuraghe“ am Ortsrand von Barumini sind wichtige Zeugen aus frühsardischer Megalithkultur und mit der mächtigste nuraghische Komplex Sardiniens aus dem 15. Jh.v.Chr. Noch heute ist das Geheimnis umhüllt, woher das Volk der Nuraghi, die Väter der Sarden, kam und die Insel in der Antike mit ihrer Hochkultur besiedelte. Die ca. 450 kleinen, in der Vergangenheit überall gefundenen nuraghischen Bronzefiguren werden von sardischen Kunsthandwerkern originalgetreu nachgegossen und sind begehrte Urlaubsmitbringsel. Im nördlichen Teil unseres Ausflugsgebietes dominiert die vulkanische Hochebene Giara di Gesturi die Landschaft, die einst von einer Reihe im Kreis gebauter Nuraghentürme verteidigt wurde und heute von mehreren Hundert weltweit bekannten, freilebenden Wildpferden bevölkert ist. Sie leben hier oben auf Buschweiden und in Korkeichenwäldern. Die Wildpferde der Giara sind die einzigen in Europa noch wild lebenden Pferde. Leistung: Stellplatz, Busfahrt, Reiseleitung, Eintritte, Trinkgeld
14. Tag Freitag, 11.05.2012
Ruhetag. Am Abend hat uns unser Wirt, Signor Salvatore, ein Hochzeitsmahl zum Bergfest kreiert. Die Vielfalt seiner und der sardischen Küche beweist er uns auch heute wieder. Und seine Überraschung am Schluss mit lebender und bewegter Folklore der fröhlichen Dorfjugend in den farbenprächtigen Kostümen ihrer Vorfahren macht uns allen das Frühe zu Bett gehen nicht unbedingt leicht. Leistung: Stellplatz, Folkloregruppe, Bergfest “Hochzeitsessen“, Trinkgeld.
15. Tag Samstag, 12.05.2012
Reise- und Ruhetag Einkauf im großen Einkaufszentrum in Oristano möglich. Leistung: Campingplatz
16. Tag Sonntag, 13.05.2012 (Muttertag)
Ruhetag Jutta lädt die Mütter nach dem Frühstück zu einem Glas Sekt und zum gemütlichen Plausch ein. Ossi lädt die Mütter zum Mittagessen ein, unter Mithilfe der Partner. Leistung: Campingplatz. Muttertagssekt, Muttertagsessen,
17. Tag Montag, 14.05.2012
Europas größte Salzlagunen und Badestrand aus Reissand.
Heute Morgen fahren wir in die Region Campidano di Oristano mit ihrer gleichnamigen Provinzhauptstadt Oristano. Zu Fuß erkunden wir den historischen Kern der Altstadt, besichtigen den mächtigen Dom der Stadt und den Römerturm. Erinnerung an die Blütezeit der Judykate um Signora Elenore d´ Arborea aus dem Mittelalter begegnen uns auf Schritt und Tritt. Eine Besichtigung des archäologischen Komplexes Santa Christina mit dem heiligen Brunnentempel aus nuraghischer Vorzeit hinterlässt bestimmt bei uns einen großen Respekt für diese einmalige Inselkultur. Den anschließenden guten Tischwein bekommen wir beim sardischen Mittagsmahl serviert. Danach fahren wir zur Halbinsel Sinis, an deren Salzlagunen nicht nur Hunderte von roten Flamingos leben. Hier sehen wir die älteste Inselkathedrale „San Giovanni“, sowie die Stadt „Tharros“, eine phönizische Gründung aus dem 10.Jh.v.Chr. mit seinen Tempeln. Den Abschluss auf der Halbinsel Sinis bildet für alle der wohl bekannteste Badestrand „Is Arutas“ mit seinem langen, weißen Reissand. Und angrenzend alles unbebaut soweit das Auge reicht. Wir sollten bei großem Interesse nicht auslassen, auch wenn es schon spät am Nachmittag ist. Leistung: Campingplatz, Busfahrt, Reiseleitung, Mittagessen, Eintritte, Trinkgeld
18. Tag Dienstag, 15.05.2012
Ruhetag Leistung: Campingplatz
19. Tag Mittwoch, 16. 05. 2012
Reisetag mit Zwischenstopp in Bosa, anschließend weiter nach Alghero
Nach dem Frühstück sind wir mit unseren Fahrzeugen in Richtung Norden unterwegs und erreichen mitten in der sardischen Landschaft Macomer, die Hauptstadt des sardischen Schafskäses, oder wir fahren an der Küste entlang über Cuglieri nach Bosa und Bosa-Marina. Nicht etwa die 138 afrikanischen Palmen am Ufer des Temo in Bosa und auch nicht die über hundert Fischerboote, Marke „Eigenbau“ auf dem Fluss, auch nicht der einzige schiffbare Fluss auf Sardinien, sondern die Herzlichkeit der Einwohner in den schmalen, engen Gassen und auf der kleinen Piazzetta in der historischen Altstadt von Bosa nimmt uns gefangen. Für alle Sehenswürdigkeiten benötigen wir eine längere Zeit und interessante Spaziergänge. Spätestens beim dritten einheimischen Glas Malvasia in irgendeinem Weinkeller unterhalb des mächtigen „Castello Serravalle“ versprechen wir, nach Bosa zurückzukehren. Reich und vielfältig sind die Spuren der Denkmäler in der ehemaligen Bischofsstadt, denen wir hier in der Altstadt von Bosa begegnen. Die interessantesten entdecken wir auf dem Corso Vittorio Emanuele, genannt „Sa Piatta“, der Salon von Bosa. Gleich in der Nähe der alten Römerbrücke treffen wir auf die Kathedrale der „Immacolata“, deren Ursprünge bis auf das 16. Jh. zurückgehen, die aber anfangs des 19 Jhs. zum Teil neu gebaut wurde. Es folgt die Rosenkranz-Kirche, überragt von einer alten Kirchenuhr von 1875 und schließlich die „Piazzetta“ mit den Marmorbrunnen, die von den Arkaden des „Palazzo Delitala“ und dem aus dem 18. Jh. stammenden „Palazzo Don Carlo“ umgeben sind. Nicht zu vergessen die Wallfahrtskirche „San Pietro Extramuros“ aus dem 11.Jh.n.Chr am Oberlauf des Temo. Wir verlassen am Nachmittag unser Seebad Bosa Marina in Richtung Norden und erreichen kurz darauf eine der interessantesten Panoramastraßen der Insel. Hier auf dem über 40 km langen Weg zur „spanische Stadt“ Alghero ist die Küste von seltsam geformten Klippen in allen Farbschattierungen gesäumt. Der Ausblick ist meist hoch oben über dem Meer und führt uns vorbei an Steilhängen ohne jeden Baumwuchs. Vereinzelte Felsquellen am Straßenrand erfrischen den Betrachter, der die wenigen Parkbuchten zum Rasten nutzt. Nirgendwo ist die Küste so wild, die Atmosphäre so sardisch wie auf diesem ca. 40 km langen Teilstück der Panoramastraße, der Traumstraße der Filmemacher. Am Ende dieses eindrucksvollen Küstenabschnitts erreichen wir die Hafenstadt Alghero. Leistung: Campingplatz, Reiseführung, Mittagessen, Eintritte, Trinkgeld.
20. Tag Donnerstag, 17.05.2012
7000 Nuraghen im größten Freilichtmuseum der Welt
Heute fahren wir den ganzen Tag durch das Hauptgebiet der Nuraghen, welche überall links und rechts an unserem Wegesrand verstreut stehen. Sie sind die Wahrzeichen Sardiniens schlechthin. Man muss lediglich den Blick dafür haben, eine jahrtausend alte Nuraghe von einem zusammen getragenen Steinhaufen unterscheiden zu können. Nach einer etwas längeren Busfahrt von Alghero über Ittiri und Thiesi beginnt unsere Wanderung zur Nekropole Sant‘Antine Andrea Priu mit dem Grab des Oberhauptes. Hier begegnen wir der ältesten Hochkultur der Insel. Einige der etwa zwanzig „Domus de Janas“ zählen auch heute noch zu den Sensationen aus der Steinzeit im gesamten Mittelmeerraum. Die erste Verwendung als Gräber samt heiliger Stätte geht bis auf das 4. bis 3. Jahrtausend v.Chr. zurück. Es folgten hier Veränderungen durch die Nutzungen der nachfolgenden Kulturepochen bis in die frühchristliche Periode und die byzantinische Herrschaft im 6.-9. Jh. Noch heute kommen viele Pilger nur wegen der historischen Höhlenmalereien hierher Anschließend besuchen wir zum Mittagessen den Schäferhof Sig. Antonello. Danach besuchen wir noch das Weingut „Saeller e Mosca“ zu einer Weinverkostung mit einer kleinen Überraschung. Am Abend unserer Rückfahrt genießen wir hoch über der unberührten Küste, phantastische Ausblicke auf das glitzernde Meer und unsere mittelalterliche Hafenstadt Alghero mit Capo Caccia, dem „Jagdfelsen. Leistung: Campingplatz, Busfahrt, Mittagessen, Überraschung, Reiseleitung, Eintritte, Trinkgeld.
21. Tag Freitag, 18.05.2012
Ruhetag. Alghero, die für Sarden im Mittelalter verbotene Stadt am Meer
Heute können wir selbst uns die Altstadt bis hin zum alten Hafen von Alghero ansehen.Hier naschen wir zunächst einen kleinen sardischen Imbiss (fakultativ) und gut gestärkt erleben wir danach zu Fuß die Stadt Alghero, weithin bekannt durch Korallen- und Goldschmuck. Der Stadt besitzt eine gewaltige mittelalterliche Befestigungsanlage mit sieben Wehrtürmen. Darin befindet sich wie ein großer Basar das historische Zentrum mit der Kathedrale „Santa Maria“ und ein weiteres Schmuckstück der vorbildlich restaurierte, sehenswerte Klosterkomplex „San Francesco“, hier hat sogar ein kleines Hotel mit gleichem Namen in den engen Klosterzellen seinen Platz gefunden. Die Altstadt hat einfach einen umwerfenden Charme: Ein Gewirr enger Gassen mit gemütlichen Restaurants, Cafés und appetitlichen Delikatessläden mit sardischen Leckereien gruppiert sich ein um die vielen Kirchen und Kapellen. Leistung: Campingplatz,
22. Tag Samstag, 19.05.2012
Ruhetag Strandbesuch direkt am Campingplatz. Gute Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants in der Nähe des Campingplatzes Leistung: Campingplatz
23. Tag Sonntag, 20.05.2012
Cavalcata Sarda“ mit Ross und Reiter
Heute Morgen nach dem Frühstück müssen wir in die im Nordwesten gelegene Provinzhauptstadt Sassari zur Cavalcata Sarda, dem „sardischen Ritt“. Dieses Fest, immer am 3. Sonntag im Mai, wird nicht nur von der Inselbevölkerung, sondern auch von vielen Fremden aus aller Welt wegen der einzigartigen Präsentation von sardischer Folklore besucht. Zu diesem größten Trachtentreffen reisen am Wochenende aus allen Dörfern der Insel die Folkloregruppen an und bieten aus ganz Sardinien ein zauberhaftes „Schauspiel“ ihrer traditionellen Kultur. Das Sonntagsfest teilt sich in drei große Momente: Der Zug der vielen Trachten am Vormittag durch die Gassen der Altstadt, das sportliche Pferderennen (il Palio) mit den halsbrecherischen Galoppritten von Pferd und Reiter am Nachmittag im Sportstadion der Stadt und bei Sonnenuntergang bis in die tiefe Nacht die traditionellen Gesänge und Tänze aller Folkloregruppen auf der Piazza d’ Italia. Der Tag der Cavalcata ist ein tiefer Sprung in die Vergangenheit einer geheimnisvollen und bezaubernden Insel. In früheren Zeiten wurden Züge mit Pferden und Ochsen organisiert, um hohe Persönlichkeiten zu empfangen. Zu solchen Anlässen trugen die Frauen und Männer ihre schönsten und buntesten Trachten. Zur Erinnerung an diese Tradition versammelt die Cavalcata jedes Jahr im Mai mehr als 3000 Jugendliche und Menschen älterer Generation aus jeder Gegend Sardiniens. Leistung: Campingplatz, Busfahrt, Reiseleitung, Eintritte, Trinkgeld.
24. Tag Montag, 21.05.2012
Reisetag Leistung: Campingplatz
25. Tag Dienstag, 22.05.2012
Lord Nelson, Garibaldi und Napoleon waren schon vor uns hier Dieser Ausflug heute auf dem sardischen Meer ist der letzte Höhepunkt unserer Sardinienreise. An der Bootsanlegestelle vor unseren Villen auf Rädern in Capo D´Orso besteigen wir um 09.45 Uhr unser großes Küstenboot „Vagabondo“ und werden herzlich vom Kapitän in der Landessprache begrüßt. Der Schiffsjunge Moses ist nicht nur ein Mädchen, sondern auch noch ein Sprachtalent und übersetzt uns die Begrüßungsworte. Sie fügt noch hinzu: Heute, zu Ehren eines Inselheiligen nimmt der Kapitän außer uns keinen mehr mit an Bord, also alles Exklusiv! Wir haben also das ganze Boot für uns allein und befahren den ganzen Tag den Meeresnationalpark des Maddalena-Archipels mit seinen sieben Hauptinseln von insgesamt 40 Inseln. Unsere Seefahrt führt zunächst durch den Golf von Arzachena. Von weitem sehen wir schon den Bärenfelsen „Capo d‘ Orso“. Nach dem Hafenstädtchen Palau und Porto Raffael erfolgt eine kurze Rechtswende direkt zur Insel La Maddalena. In der gleichnamigen Hafenstadt legen wir mit unserem Boot an, um den Wochenmarkt in den schmalen Gassen der Altstadt zu besuchen. Unsere anschließende Bootsfahrt zu dem Marinepark der vielen vorgelagerten Felseninseln, dem Maddalena-Archipel, bietet nicht nur Bademöglichkeiten in den naturgeschützten Lagunen und den vielen transparenten Buchten, sondern gewährt auch Einblick in die landestypische Spaghettizubereitung an Bord unseres Schiffes. Als Hauptgang überrascht uns Moses mit fangfrischen Muscheln aus dem Meer. Und zum Abschluss steht auf der Reling ein kräftiger Schluck „Eisendraht“ für jeden fein säuberlich aufgereiht. Leistung: Campingplatz, Ausflugsboot, Spaghettiessen, Eintritte, Trinkgeld.
26. Tag Mittwoch, 23.05.2012
Ruhetag Leistung: Campingplatz,
27. Tag Donnerstag, 24.05.2012
Reisetag Heute setzen wir mit der Fähre über nach Korsika, die Insel Napoleons. Auf Korsika angekommen besuchen wir die Stadt Bonifacio. Die offizielle Gründung Bonifacios geht auf das Jahr 828 und den toskanischen Grafen Bonifacio II. zurück. Archäologische Funde belegen allerdings, dass die Gegend bereits in frühgeschichtlichen Zeiten besiedelt war. Der Hafen von Bonifacio mit dem Kalksteinplateau im Süden und der darauf angesiedelten Altstadt ist wohl einer der eindrucksvollsten im Mittelmeerraum. Das äußere Ufer ist derart ausgewaschen, dass die Häuser darauf wie auf einem Balkon stehen. Die Altstadt, deren enge, kopfsteingepflasterte Straßen von vier- bis fünfstöckigen Häusern gesäumt werden, ist über eine Zugbrücke und einen im Zickzack angelegten Tunnel zur Zitadelle zu erreichen. Das Panorama, das sich von den zahlreichen Aussichtspunkten bietet, verdeutlicht, warum Bonifacio stets als Schutzhafen vor den unberechenbaren Witterungs- und Meeresströmungen in der Straße von Bonifacio angesteuert wurde. Es gibt ebenfalls den Blick auf die mit Häusern bebauten Sandsteinklippen frei, in die das Meer sich im Laufe der Jahrhunderte immer tiefer eingegraben hat, so dass sich Grotten bildeten, die ein beliebtes Ausflugsziel sind. Leistung:Campingplatz, Fähre, Bimmelbahn, Reiseleitung.
28. Tag Freitag, 25.05.2012
Ruhetag Individueller Bonifacio-Besuch mit einem Linienbus. Am Abend haben wir ein Fischessen bis zum Abwinken. Leistung: Campingplatz, Fischessen
29. Tag Samstag, 26.05.2012
Reisetag, wir fahren nach Ajaccio. Nachmittags mit dem Bus zur Fleischverarbeitung in die Berge Gemeinsames Abendessen im typischen a la card-restaurante Leistung: Campingplatz, Reiseleitung, Abendessen, Bus, Besichtigung, Eintritt, Trinkgeld
30. Tag Sonntag, 27.05.2012, Pfingsten
Panorama-Bustour Ajaccio, Nicht alle Protagonisten der korsischen Geschichte sind unbekannt geblieben, einige unter ihnen, wie Napoleon Bonaparte, Pascal Paoli oder Sampiero Corso haben, jeweils auf ihre eigene Art, die Geschichte Frankreichs oder der Welt beeinflusst. Besuch des Geburtshauses von Napolione Bonaparte Mittagessen beim Corsen am Dom Leistung: Campingplatz, Reiseleitung, Mittagessen, Bus, Besichtigung, Eintritt, Trinkgeld.
31. Tag Montag, 28.05.2012, Pfingsten
Reisetag durch die roten Felsen, über Porto > San Florent. Am späten Nachmittag Weinmesse mit Folklore in Patrimonio Leistung: Campingplatz, Weinmesse, Folklore, Eintritte, Trinkgeld.
32. Tag Dienstag, 29.05.2012 Ruhetag
33. Tag Mittwoch, 30.05.2012
Reisetag Individuelle Tour um Cap Cors nach Bastia/Fährhafen oder direkt nach Bastia/Fährhafen. Abfahrt der Fähre mit der Moby Bastia-Livorno gegen 14:00 Uhr Ankunft in Livorno gegen 18:30 Uhr Leistung: Campingplatz, Fähre
34. Tag Donnerstag, 31.05.2012
Reisetag Fahrt von Pisa nach Bozen.
Kurz vor Mittag starten wir zu einer Zwischenübernachtung in Leifers bei Bozen. Wer Lust hat kann noch bis Mittag einmal nach Pisa gehen um den schiefen Turm zu sehen. Leistung: Campingplatz Fahrt nach Kramsach
35. Tag Freitag, 01.06.2012
Über die Brennerautobahn über Innsbruck nach Kramsach. Verabschiedung und Abschlussabend mit einem wunderschönen Büfett Leistung: Campingplatz, Abschlussabend, Büfett
36. Tag Samstag, 02.06.2012 Individuelle Heimfahrt
Änderungen vorbehalten
Gesundheitliche Einschränkungen sind generell kein Problem, sollten jedoch vor Anmeldung mit der Fahrtleitung besprochen werden!
Reisestrecke Bozen-Sardinien-Kramsach etwa 2.600 km 
Im Reisepreis sind folgende Leistungen enthalten:
• Organisation, Planung und Vorbereitung der Gemeinschaftsfahrt • Fahrtleitung ( Betreuung ) während der Gemeinschaftsfahrt • Nachtfähre von Livorno nach Olbia • Tagesfähre von Santa Teresa di Gallura (Sardinien) nach Bonifacio (Korsika) • Tagesfähre von Bastia nach Livorno • alle Campingplatzgebühren • alle im Programm aufgeführten Busfahrten • alle im Programm aufgeführten Mahlzeiten und Weinproben • Streckenbeschreibung • Straßenkarte • Erinnerungswimpel • verfügbares Prospektmaterial • alle Trinkgelder
Im Reisepreis nicht enthalten:
• Autobahn und Mautgebühren • Treibstoff • im Programm nicht ausdrücklich erwähnte Eintrittsgelder • sonstige persönliche Ausgaben
Mindestteilnehmerzahl 15 Einheiten = 30 Personen Höchstteilnehmerzahl 20 Einheiten = 40 Personen
Mitnahme von Haustieren nur nach Absprache mit der Fahrtleitung.

Im Interesse empfehlen wir, sich möglichst umgehend anzumelden, da die Zusagen nach der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldung erfolgen. Die Reisebedingungen sind Bestandteil Ihrer Anmeldung und werden mit Ihrer Unterschrift auf dem Anmeldeformular so anerkannt. Wir empfehlen den Abschluss einer Reise- und Reiseabbruchversicherung. Die Police erhalten Sie automatisch mit der Reisebestätigung.
Die Anzahlung von 200,--€ pro Person ist nach Reisebestätigung und die Restzahlung 4 Wochen vor Reisebeginn fällig. 
Reisepreis pro Person (bei 2er Belegung) Wohnmobil bis 7 m Länge 1.820,-- € p.P. Pkw + Caravan bis 12 m Länge 1.870,-- € p.P.
Zuschlag über 12 m Länge pro angef. Meter 45,-- € Einzelfahrerzuschlag 490,-- €

Wir weisen darauf hin, dass der Reisepreis und das Reiseprogramm (Fährabfahrten) auf der Basis von 2011 kalkuliert und geplant wurden. Preise und Abfahrten können sich evtl. ändern. Sie werden unverzüglich informiert, falls es Änderungen geben sollte. (siehe § 5 der Allgemeine Reisebedingungen) 
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