
DCC Gemeinschaftsfahrt nach Katalonien 30.03. - 22.04.2011
Bei dieser Fahrt stimmte einfach alles: das Wetter, die Reiseroute, die Organisation, die Stimmung der Teilnehmer, das Engagement der Reiseleitung. Aber der Reihe nach . Am ersten Gruppenabend bekamen wir von unserer Reiseleitung – Manfred und Brigitte Michalski – die detaillierten
Routenbeschreibungen. Es stellte sich sehr schnell heraus: diese Beschreibungen sind besser als jedes Navi. Zudem gab es am Abend vor jedem Standortwechsel eine Fahrerbesprechung, auf der festgelegt wurde wann Abfahrt, wer mit wem in welcher Gruppe fährt.
Nachdem wir bei Bürstner sahen, wie Wohnmobile hergestellt werden, ging es sofort rüber nach Frankreich, in das Gebiet des Beaujolais(Anse bei Lyon). Hier wurde schon klar: alles war von der Reiseleitung bestens vorbereitet, die Campingplätze reserviert, ein gemeinsames Essen am Abend bestellt, selbst auf das Baguette zum Frühstück brauchte man nicht zu verzichten, Brigitte organisierte das für uns ,das Ausflugsprogramm mit dem Bus und dem ortskundigen Reiseleiter, der uns viel über Land und Leute erzählen konnte, die Weinprobe bei Orgelmusik, super.
Dann ging es weiter nach Millau Plage. Dort sahen wir das imposante Bauwerk der längsten Schrägseilbrücke der Welt und wurden durch die Felsenkeller geführt, in denen der berühmte Rquefortkäse heranreift.
Am nächsten Tag schon fuhren wir nach Spanien hinein, in der Ferne waren die schneebedeckten Berge der Pyrenäen zu sehen. Das Wetter war seit dem ersten Tag sonnig, trocken und angenehm warm. Hier konnten wir uns bei einer 390km langen Etappe ganz auf die Beschreibung der Fahrtenleitung verlassen und erreichten mühelos den Campingplatz Les Medes an der Costa Brava .Das Programm streng organisiert und hochinteressant.
Der Ort Cadaques gilt als einer der schönsten Fischerdörfer an der Costa Brava, nicht umsonst malten und lebten dort Pablo Picasso und Joan Miro. Die Fahrt zum Cap Creus, der östlichste Punkt Spaniens, führte uns über kurvenreiche Serpentinen auf engen,z.T. steilen Straßen zum Ziel: Felsen, schroff abfallend und seltene Blumen, Steine und Geröll, eine urwüchsige Lanschaft- und natürlich das Meer .Am nächsten Tag dann einer der Höhepunkte dieser Reise: das Dali Theatermuseum in Figueres. Dort erfuhren wir von einer versierten Leiterin viel Interessantes über Leben und Werk dieses großen Malers.
Am nächsten Tag besichtigten wir die Ausgrabungsstätte von Empuries. Dort wurde uns klar, dass dieses Gebiet eine sehr frühe Siedlungsgeschichte bis ins 3.Hdt v .Chr. hat.
Und weiter ging es zur Costa Daurada, goldener Strand. Ich hätte es beinahe vergessen : und abends gab es immer wieder im Campingplatz-Restaurant organisiertes Essen, das und besonders die katalanische Küche näher brachte. Die Berge von Montserrat(zersägter Berg), in denen sich ein berühmtes Benediktinerkloster befindet, sind einfach einzigartig mit ihren bizarren Gipfeln. Dann folgte der nächste Höhepunkt der Reise:Barcelona. Leiser konnten wir hier nur einen kurzen Eindruck gewinnen vom pulsierenden Leben, der Architektur, der Geschichte.
Der südlichste Campingplatz dieser Reise bei Tarragona lag direkt am Meer. Ein weiter Sandstrand lud zum Wandern ein, aber dazu hatten wir wenig Zeit. Die Fahrt ging ins Ebrodelta und zu einer der der bedeutendsten Klosteranlagen in Europa:Santa Maria de Poblet. Auch das gehörte zu dieser Reise: fast jeden Abend, wenn es kein gemeinsames Essen gab, lud jemand ein zu einem kleinen Umtrunk oder Snack, so dass wir uns immer besser kennen lernten.
Zurück an der Costa Brava machten wir Station auf dem Campingplatz International de Calonge, der letzte – aber schönste – in Spanien. Hoch oben über der Bucht gelegen, traumhafte Ausblicke über das Meer und den Strand, in der Ferne die Lichter der Stadt. Der Abstieg zum Meer beschwerlich, aber lohnenswert, denn unten warteten kleine Buchten und glasklares Wasser. Das abschließende Essen im Platzrestaurant war ein Gedicht:eine Vielfalt an katalanischen Vorspeisen ,das Hauptgericht und dann noch Nachtisch und Sekt, gar nicht zu reden vom erlesenen Wein, der sofort nachgeschenkt wurde ,wenn das Glas leer war.
So gestärkt kann man dann Spanien auch verlassen – rechtzeitig wie wir später sahen, denn das schöne Wetter dort war zu Ende. Unsere vorletzte Station führte uns nach Avignon. Der Campingplatz direkt vor den Toren der Stadt. Die Stadt ein lebendiges Museum voller Leben . Weiter ging es nach Bourg on Bresse, wir fuhren durch das Land der Dombes; sahen einen Wochenmarkt wie man ihn hier gar nicht mehr kennt mit lebendigem Viehzeug und Gemüseangebot im Überfluss.
In Bad Bellingen fand diese in jeder Hinsicht gut strukturierte, straff und doch erholsam organisierte Reise ihr Ende. Die vielen gemeinsamen Abende, die kleinen humorvollen literarischen Texte, die Brigitte zum besten gab. Wir haben Schüttelkuchen gebacken, Rätsel- und Würfelspiele gemacht – es war eine wunderschöne Reise. Dank an die Fahrtenleiter Manfred und Brigitte Michalski. Gerhard u.Sabine Huschke

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